Sonntag, 04 Juli 2021 15:03

Unabhängigkeitstag

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Independence day Independence day Gerd Altmann/pixabay
Es gab ja tatsächlich mal eine Zeit, in der ich statt in diesem Blog, meine Gedanken lediglich mal mit meinem Tagebuch oder selten auch mal auf Facebook teilte. Hin und wieder finde ich es wichtig, dorthin zurückzublicken, um meinen eigenen Weg, meine Entwicklung nochmal etwas Revue passieren zu lassen. Und so kann ich es heute fast gar nicht glauben, dass der folgende Artikel erst zwei Jahre her ist:
 
My Independence Day 2019
So nebenbei, zwischen Spazieren mit dem Hund, Frühstück mit der lieben Kollegin, Telefonat mit Freundinnen und Singen...
...mit einem ambitioniertem Familienchor stelle ich fest, heute ist Independence Day, 4.Juli!
Unabhängigkeit – eine Ziel, das ich selbst als 18-Jährige anstrebte, als ich auszog, um das erste Mal alleine zu wohnen, zu arbeiten und zu leben...damals auf 12 Qm über einer Rettungswache…
Ein Ziel, welches meine Tochter vor einigen Wochen anvisierte und ich nun von der Mutterseite etwas weniger erstrebenswert empfand…
Ein passender Tag, um meine eigene (Un-)abhängigkeit etwas genauer zu betrachten.
Ich denke, es ist völlig normal, dass wir bzw. ich von meinen Mitmenschen abhängig bin. Die absolute Unabhängigkeit ist und bleibt wohl eine Illusion. Wichtiger ist für mich die Frage, wie stark bin ich von Anderen, deren Meinungen und Launen abhängig? Und wie viel Einfluss haben demnach die Handlungen und Gefühle der Anderen auf mich selbst und meine eigene Emotionalität?
Inhaltlich möchte ich an dieser Stelle nicht antworten, nur soviel sei gesagt, es hat sich gelohnt, mal etwas genauer hinzuschauen... wie das so ist, mit der eigenen emotionalen Abhängigkeit und deren Ursachen…Ganz schönes Chaos habe ich da aufgedeckt, mich zum Teil gar nicht mehr selbst wieder erkannt...
Das Fazit aus persönlichen Gesprächen, nächtlichen Chats und Wanderungen durch die Eifel:
Um glücklich zu sein, darf ich von niemanden emotional abhängig sein. Wenn ich mir den Frieden nicht in mir selbst aufbaue, kann auch keine Beziehung diesen geben. Das Glück liegt auch nicht entfernt in der Zukunft, sondern hier und jetzt, vor mir, in mir. Auch wenn ich es heute noch nicht wirklich begreifen mag, kann ich mich aber schon mal dafür bereitmachen! Alles was ich wirklich brauche, finde ich in mir selbst. Ich brauche noch etwas Zeit und Kilometer, das wirklich für mich zu begreifen...aber ich freue mich schon darauf, dann Andere an meinem Glück teilhaben zu lassen, Ihnen ein Stück meiner (Selbst-)liebe schenken zu dürfen...
P.S. : Ich hab Urlaub!
 
In den vergangenen 730 Tagen habe ich wirklich sehr viel erleben dürfen. Auch, wenn noch einige Baustellen offen sind und ich wirklich sehr viele Kilometer vorzugsweise durch die Eifel gewandert bin, hat sich die Zeit, die ich mir ganz bewusst für mich selbst genommen habe, sehr gelohnt. Es hat seine Zeit gedauert, aber die vielen Gespräche, Gebete, Reflektionen, das Hineinhorchen in mich selbst, das Bauchgefühl, das eigene Herz zu erspüren, alles war wichtig, um bestärkt aus der Trauer, dem Verlust und der Einsamkeit hinauszukommen. Alles hatte seinen Anteil und seine Zeit, zu wachsen und zu gedeihen. Alles war die Voraussetzung dafür, dass ich heute mein Herz wieder, oder noch mehr, öffnen und fallen lassen kann. 
 

"Nahezu alle Krisen lassen sich bewältigen – vorausgesetzt, wir schulen unsere innere Stärke und unser Selbstbewusstsein." Siegfried Santura

Gelesen 323 mal Letzte Änderung am Sonntag, 04 Juli 2021 15:32
Alexandra Heer

Alexandra Heer hat sich mit SeelenGrund eine Heimat geschaffen, die es ihr erlaubt, neben Pädagogin und Mutter, viele verschiedene Rollen ausleben und füllen zu dürfen. Dem Texten und Komponieren ihrer Lieder geht stets eine eigene, persönliche thematische Auseinandersetzung voraus, welche sich in der musikalischen Darbietung erspüren lässt. Basierend auf einem christlichen Gottesbild setzt sie ihre irdischen Erfahrungswerte über Beziehung, Gemeinschaft, Werteverständnis in eine mögliche Kommunikationsebene zu Gott. In ihrem Blog berichtet die Sängerin über Erlebnisse, Begegnungen und Erfahrungen rund um ihre Wahlheimat "SeelenGrund".

1 Kommentar

  • Kommentar-Link Mimi Sonntag, 04 Juli 2021 16:06 gepostet von Mimi

    Danke,lb.Alexandra,schön,dass Du in aller Ruhe,ausgiebig etwas nur für Dich gemacht hast!
    Du musst dem Leben die Chance geben,Dich zu überraschen.Lass Dich auf Neues ein,hab keine Angst vor Veränderungen.Wenn Du etwas wirklich willst,dann setze Dich für Deine Träume ein!
    Schätze Deine Familie und Deine Freunde,trotz und vielleicht gerade wegen ihrer Eigenarten und Macken!
    Hab Dich sehr lieb! Deine Mimi

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