Freitag, 31 Mai 2024 09:40

Poetry: "Sag mal, Gott...?"

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Sag mal, Gott...? Sag mal, Gott...? SeelenGrund

Poetry: Sag mal, Gott...?

(Audio unten)

Firmgruppe Time to shine (Pastoraler Raum Sinzig 2024) c/o Seelengrund

 

Sag mal, Gott...?

Sag mal Gott,

wann bist du entstanden?

Warst du immer einfach da?

Hat die Menschheit je verstanden,

ob sie dich doch niemals sah?

Sag mal Gott,

wie bist du entstanden?

Warst doch „vor“ der Schöpfung da...?

Und wo genau werd ich einst landen,

wenn ich sage: „Du bist da!“?

Planst du unsren Weg des Lebens,

trotz, dass wir uns meist vergebens

mühen deine Gebot zu achten,

Andern nach dem Habe trachten...

Wann verlierst du dein Vertrauen

in uns Schmeichler, die wir bauen

mehr auf Konsum, Hab und Gut

und jeder nur auf sich beruht!?

Gott, wann werd ich dich je verstehen?

Nicht weiter auf Verstand bestehen?

Wann überwiegt den Zweifel Mut

und alles Hoffen währet gut?

Warum hältst du fest am Glauben

an uns Menschlein, die in Trauben

scharen sich um Ruhm und Götzen,

die zum Leben uns nichts nützen?

Und warum kann ich dich nicht sehen

und trotzdem lässt du mich verstehen,

dass dein Ohr mir stets offen steht,

deine Liebe niemals geht,

Unendlichkeit und Seeligkeit,

du scheinst zu allem stets bereit!

Nichts und niemand ist verkehrt,

auf das Wesen legst du Wert.

Für Eigenheiten bist du offen...

Das alles lässt mich durchaus hoffen,

dass du mich also bald erkennst

und mich bei meinem Namen nennst,

wenn einst du zählest all die Deinen,

dich sich im Reich bei Dir vereinen.

Gott, meine Fehler kennst du alle,

Scham betrübet meinen Sinn.

Ob ich dir damit gefalle?-

Liebst mich, grad so, wie ich bin!?

Planst gerade wohl mein Leben,

welches selbstlos mir gegeben,

stellst dir vor, wie ich wohl walte,

wenn ich einst den Schalter schalte

und dann endlich könnt vertrauen

und auf deine Liebe bauen...

Doch, Pustekuchen, sag ich dir,

Zweifel hab ich, kein Gespür

für Wunder, die sich zugetragen,

was ich hab, das sind nur Fragen...!

Hast du für mich einen Rat?

Zeigst du mir, durch meine Tat,

dass in mir eine Seele lebt,

ein Herz, dass voll von Hoffnung bebt,

und Liebe lodert und verbrennt,

was Hass und Unmut sich je nennt?

Doch warum, Gott, gibt es dann Kriege?

Neid und Missgunst, Seitenhiebe,

Warum schreiten Pandemien,

Seuchen, Leid und Neid voran?

Warum werden Energien

so verschwendet, sag mir, wann

ist Schluss mit Schöpfung quälen

Andern nutzlos Zeiten stehlen,

Wann werden wir das Tun bereuen

und uns an deinem „Sein“erfreuen???

Gott, wie kann ich das verstehen

und dann auf deinen Wegen gehen?

Doch wenn ich endlich werde still -

und endlich nur bei mir sein will -

dann spüre ich tief in mir drin,

dass ich bei dir zu Hause bin.

Deine Macht, die hat kein Ende,

deine Liebe grenzenlos,

kraftvoll führest meine Hände

bettest mich in deinen Schoß,

Achtsam lässt du mich erschauen,

was im Leben wirksam ist.

Hoffnungsvoll darf ich vertrauen,

darauf, dass du wirklich bist.

Du bist unser aller Vater,

bist Begleiter und Berater,

der uns Menschen zeigt zu lieben,

Hass und Kriege zu besiegen.

Gibst den Worten wahre Stärke,

lässt entstehen Friedenswerke.

Dich, Gott, stets bei mir zu wissen,

stärket meine Zuversicht,

darum will ich dich nicht missen,

blicke in dein Angesicht.

Gott, ich weiß,

bin ich in Not,

und mein Glauben wird bedroht,

mein Herz fällt in die schiefe Lage

und dann den Weg ich zu dir wage,

den Scham und Zweifel fallen lasse,

durch dich mich neuer Mut erfasse!!

Niemals lässt du mich allein

und dafür möcht ich dankbar sein

und dass du mein Gebet erhörst,

meinen Alltag manchmal störst,

mir immer wieder Hoffnung schenkst

und mit mir an das Atmen denkst.

Was ich wirklich brauch im Leben,

hast du alles längst gegeben.

Du bist da, wenn ich dich brauche,

jeden Tag baust du mich auf,

glaubst an mich, auch wenn ich tauche

ein in einen Lebenslauf,

den sonst niemand mehr begleitet,

mein Erfolg wird nur bestreitet,

du glaubst an mich, wenns´ keiner tut..

Das schenkt mir jede Menge Mut

und somit öffne ich meine Herz,

verdränge Zweifel und den Schmerz,

keinen Grund gibt’s auf der Erde

dass ich nicht vollends gläubig werde,

dass ich mich nicht sollt an dich lehnen

und mich sollt nach was andrem sehnen.

Denn Du bist da! Und überhaupt-

bist auch da, wenn mans nicht glaubt...

 

 

 

 

 

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Alexandra Heer

Alexandra Heer hat sich mit SeelenGrund eine Heimat geschaffen, die es ihr erlaubt, neben Pädagogin und Mutter, viele verschiedene Rollen ausleben und füllen zu dürfen. Dem Texten und Komponieren ihrer Lieder geht stets eine eigene, persönliche thematische Auseinandersetzung voraus, welche sich in der musikalischen Darbietung erspüren lässt. Basierend auf einem christlichen Gottesbild setzt sie ihre irdischen Erfahrungswerte über Beziehung, Gemeinschaft, Werteverständnis in eine mögliche Kommunikationsebene zu Gott. In ihrem Blog berichtet die Sängerin über Erlebnisse, Begegnungen und Erfahrungen rund um ihre Wahlheimat "SeelenGrund".

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