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Unikate aus der Schatzkiste unseres Lebens

Mittwoch, 01 Dezember 2021 19:58

Ich glaub´, man nennt das "Leben"!

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pray -wait -trust pray -wait -trust Alexas_Fotos/Pixabay

pray - wait - trust

beten - warten - vertrauen

Eine scheinbar recht simple Lebensweisheit und doch so unergründlich in ihrer Tiefe, unermesslich in ihrer Weite, unbegreifbar... Ja, ich warte. Schon so lange. Ich warte und bete...

Bitte im Gebet um diese eine Sache und nichts passiert. Ich werde langsam ganz schön ungeduldig. Nacht für Nacht lieg ich da, wende mich im Geiste an dich. Versuche dich und deine Wege zu ergründen. Was hast du vor mit mir? Welchen Sinn macht dieser Weg, diese unendliche Wartezeit? Nicht selten kommen Zweifel auf, mach ich mir da selber was vor, indem ich dich um Hilfe bitte, dich um Rat frage? Tagsüber bin ich abgelenkt und beschäftigt. Gegen Abend erinnere ich mich meiner, deiner Gedanken... Bisher hat alles immer einen Sinn gehabt. Manches Mal dauerte es Jahre, um diesen zu begreifen. Doch im Grunde, bin ich stets weitergekommen, gab es immer Entwicklung.

Ich glaube, man nennt das "Leben". Ganz schön kräftezehrend, anstrengend. Da sollte man meinen, ich hätte es jetzt mal nach all dem gelernt: Entspannt zurücklehnen und einfach mal auf dich vertrauen. Das gelingt mir mittlerweile schon recht oft. Nur in dieser einen Sache bin ich ungeduldig wie ein Kleinkind. Warten ist auch irgendwie nicht mein Ding. Ich packe lieber selber an, bringe den Fortschritt ans Laufen. Warten und darauf vertrauen, dass sich alles gibt, wie du es lenkst, wie du es denkst? Das verlangt mir viel ab. Das verlangt vor allem Vertrauen. Vertrauen in deine Existenz, Vertrauen in deine Kraft und Güte. Vertrauen darin, dass Du weißt, was du tust. Traue ich Dir das alles zu? Und so warte ich und bete. Bitte dich im Gebet um diese eine Sache und dann passiert es...Nein, mein Wunsch geht nicht in Erfüllung. Aber tief in mir drin, in dieser Unergründlichkeit meiner eigenen Person spüre ich einen Gedanken, der mich weiterbringt, mich wachsen lässt. Ich bin wieder ein ganz kleines Stück weitergekommen. Durfte mich selber wieder etwas mehr kennenlernen. Auf diese Erfahrung und diesen Gedanken kann ich morgen schon wieder aufbauen. Das ist Entwicklung. Dies zu Erkennen war für mich ein Meilenstein auf dem Weg zur eigenen Zufriedenheit. Auf dem Weg, der sich immer und immer wieder wiederholt...beten...warten...vertrauen...

Gelesen 301 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 02 Dezember 2021 17:52
Alexandra Heer

Alexandra Heer hat sich mit SeelenGrund eine Heimat geschaffen, die es ihr erlaubt, neben Pädagogin und Mutter, viele verschiedene Rollen ausleben und füllen zu dürfen. Dem Texten und Komponieren ihrer Lieder geht stets eine eigene, persönliche thematische Auseinandersetzung voraus, welche sich in der musikalischen Darbietung erspüren lässt. Basierend auf einem christlichen Gottesbild setzt sie ihre irdischen Erfahrungswerte über Beziehung, Gemeinschaft, Werteverständnis in eine mögliche Kommunikationsebene zu Gott. In ihrem Blog berichtet die Sängerin über Erlebnisse, Begegnungen und Erfahrungen rund um ihre Wahlheimat "SeelenGrund".

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