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Unikate aus der Schatzkiste unseres Lebens

Samstag, 30 Oktober 2021 08:43

What a wonderful world

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Gänseblümchen Gänseblümchen Gerd Altmann von Pexels

When you believe...es war ein Herzenswunsch einer Kundin, diesen Song auf der Taufe ihres Kindes zu hören. Es war mir schon etwas unangenehm und tat mir auch leid, aber in der Kürze der Zeit, die uns zur Verfügung stand, war mir klar, dass wir diesen Song nicht so würden vorbereiten können, dass ich mit dem Ergebnis einverstanden gewesen wäre. Blöde Sache und auch nicht wirklich professionell, aber einfach Alltag. Hätte die Mutter sich doch etwas früher gemeldet...hätte ich mehr Zeit gehabt, hätten wir neben der Musik keine anderen Jobs mehr...hätte, hätte, Fahrradkette! Es sollte wohl so sein...

Manche Dinge geschehen und haben schließlich absolut ihre Berechtigung. Sind die Ereignisse geplant, vorhergesehen? Ich möchte es gerne glauben. Häufig schon habe ich mich bemüht, verbogen oder mich selbst zurückgestellt, um anderen etwas zu ermöglichen. Mit Ach und Krach! Doch mittlerweile darf ich erfahren, beim Bauchgefühl bleiben und einfach mal der Eingebung nachgeben, führt mich viel weiter; vor allem in Ruhe und Entspannung, ohne Hektik und Stress. Es hat schon alles seine Richtigkeit, so soll es wohl sein...

Nach etwas Hin und Her stehen die Songs schließlich fest und ich bin überrascht, als die Mutter sich als Alternative What a wonderful World ( Louis Armstrong) wünscht...Einen Song, den ich selber häufig allein im Kämmerlein singe, weil er mich zurückholt auf den Boden der Tatsachen, auf die Wirklichkeit. Der in seiner Schlichtheit alles auf das Wesentliche reduziert, der mich seit Jahren tief berührt. Der Song erscheint so einfach und beschreibt in wenigen Worten die riesige, unfassbare Vielfalt der Schöpfung. Er lässt ganz simpel Freundschaft und Liebe über alles andere erstrahlen, er schaut mit sanftem Blick auf das Werden und Wachsen unserer Kinder.  Schließlich lässt er mich neidlos erkennen, das Andere mir vielleicht überlegen sind. Ja, und? Ich bin immer wieder erstaunt, wieviel Gutes und Wahres sich in einem so kurzem Text verbergen kann...Der Song, der Text ist mir Wegweiser durch mein Leben. Natürlich habe ich Sorgen, nicht zu knapp, die allgemeine Gesundheit könnte sicherlich besser sein, der, die das...aber im Grunde geht es mir einfach nur gut. Der Song vermittelt mir, das Sorgen, Krankheit etc. ihre Berechtigung haben, aber wichtig ist der Blick nach vorne, auf all das Schöne und Gute um mich herum. Der Song ermahnt mich irgendwie, achtsamer zu sein, wertschätzender. Aber vor allem macht er mich mutig. Mutig zu glauben und auf Gott zu vertrauen. So bin ich mir ganz sicher, dass es genau dieser Song sein sollte an diesem Tag, an diesem Morgen in der Kirche, bei dieser Taufe und bei diesem Kind :)

Es war schon ein kleiner Wirbelwind, der da die Familie, die Pastorin und auch uns mehrfach zum Schmunzeln und Augenbrauen hochziehen verleitete... 2 Jahre jung und eine aussagekräftige Persönlichkeit, die die ganze Kirche zu füllen versucht. Doch als sie meine Stimme hört, den Klang der Melodien im Kirchenraum, wird sie still, stellt sich mit großen Augen vor mich und hört neugierig zu...der Wirbelwind steht schließlich da, wippt mit der Hüfte, schließt die Augen und genießt.

Danke, dass ich dir dieses Geschenk geben durfte. Danke für all das, was du kleiner Wirbelwind mir in diesem Moment zurück geschenkt hast, dass du mir nochmal zeigst, worauf es im Leben wirklich ankommt.

When you believe.. wenn du glaubst, erkennst du du die wunderbare Welt um dich herum... what a wonderful world!

 

WHAT A WONDERFUL WORLD (Louis Armstrong)

Ich sehe grüne Bäume, rote Rosen – sie blühen für dich und mich.
Und ich denke so bei mir: was für eine wunderbare Welt!

Ich sehe den blauen Himmel, weiße Wolken,
den vom Licht verwöhnten Tag und das ehrwürdige Dunkel der Nacht –
und ich denke mir: was für eine wunderbare Welt!
Die Farben des Regenbogens, die sich an Himmel so hübsch ausmachen,
spiegeln sich in den Gesichtern der Menschen wider, die ihn sehen.

Ich sehe Freunde, die sich mit „Na, wie geht’s?“ begrüßen –
was sie eigentlich meinen ist: „Ich liebe dich!“

Ich höre kleine Babys schreien, sehe, wie sie aufwachsen –
sie werden eines Tages mehr lernen, als ich je gewusst habe.
Und dann denke ich mir: was für eine wunderbare Welt!

 

Gelesen 220 mal Letzte Änderung am Samstag, 30 Oktober 2021 09:07
Alexandra Heer

Alexandra Heer hat sich mit SeelenGrund eine Heimat geschaffen, die es ihr erlaubt, neben Pädagogin und Mutter, viele verschiedene Rollen ausleben und füllen zu dürfen. Dem Texten und Komponieren ihrer Lieder geht stets eine eigene, persönliche thematische Auseinandersetzung voraus, welche sich in der musikalischen Darbietung erspüren lässt. Basierend auf einem christlichen Gottesbild setzt sie ihre irdischen Erfahrungswerte über Beziehung, Gemeinschaft, Werteverständnis in eine mögliche Kommunikationsebene zu Gott. In ihrem Blog berichtet die Sängerin über Erlebnisse, Begegnungen und Erfahrungen rund um ihre Wahlheimat "SeelenGrund".

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